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EINFÜHRUNG [INTRODUCTION]


Die Idee des Workshops basiert auf der Tatsache, dass neben dem sichtbaren Netz von Infrastrukturen und räumlichen Zusammenhängen innerhalb der Städte ein zweites, mediales Netz für Versorgung und Überwachung des Lebensraums Stadt existiert. Dieses Netz - für viele von uns unsichtbar - soll an seinen sichtbar werdenden Knotenpunkten - den eigentlichen Überwachungsstationen - mit dem real existierenden Raum überlagert werden. Übereinstimmungen und Widersprüche sind hierbei vorprogrammiert.

Die Ergebnisse des Workshops können in einen Stegreifentwurf, Essay oder einem «Happening» enden. Wichtig ist dabei nur der Bezug zwischen realem Netz und virtuellen Abbild. Einzelne Knotenpunkte und Orte, an denen die Informationen gesammelt oder die zusammengetragenen Informationen sichtbar werden, sollen innerhalb des Workshops besucht werden. Genaueres kann über die Festlegung der Teilnehmerzahl geklärt werden.

Strategien

Natürlich stellt sich die Frage nach der Kontrolle innerhalb eines beobachteten Raumes. Wer bekommt die Bild-Informationen und wofür werden sie genutzt? Das Datenschutzgesetz soll in unserem Workshop jedoch keine Rolle spielen. Aus den gewonnenen Bildern sollen Ideen entwickelt werden, die ein mögliches Potential zeigen. Die Überlagerung von realer und virtueller Welt, die sogenannte «augmented reality» kann dabei in den Mittelpunkt rücken. Spielansätze aber auch konstruktiv-technische Lösungen sind erwünscht.

Eine weitere Komponente ist die mediale bzw. planerische Verwertung
der gewonnenen Bilder. Am Beispiel der NYCE Map (New York City Map), einer digitalen Stadtkarte des Big Apples sieht man die Verknüpfung unterschiedlicher Informationen zu einer großen Anwendung, die es jedem Zugriffsberechtigten (Institutionen, Firmen aber auch Privatpersonen) erlaubt, Zusammenhänge von z.B. Fensteranzahl eines Gebäudes zu Hydrantenpositionen auf der Straße zu ziehen.

Wie verändern sich überwachte Räume bzw. wie können sie sich verändern? Ein theoretischer Ansatz, der mit Beiträgen und Zitaten aus Büchern und dem Internet belegt werden kann. Der Workshop bietet die Möglichkeit einer Auseinandersetzung mit dem unter Kontrolle stehenden öffentlichen und privaten Raum - unabhängig ob geschlossen oder im Freiraum - und einer Ideensammlung die Technik und Ressourcen über den jetzt genutzten Rahmen hinaus nutzbar zu machen.

Neben Kai Dolata wird Gary Hurst den Workshop begeleiten. Er ist Videokünstler und Vee-Jay in Berlin und Dresden und wird mit seinem überzeugenden visuellen Auge hilfreich im Entstehungsprozess der Arbeiten im Workshop sein. Von den teilnehmenden Studenten wird ein gewisses mediales Interesse und Enthusiasmus vorausgesetzt, was jedoch selbstreden ist.

Die Teilname an dem Workshop mit ist nur mit Voranmeldung möglich, da die Teilnehmerzahl beschränkt ist.

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