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MONTAG SAMSTAG SONNTAG
WORKSHOP 11.00-18.00 UHR 11.00-12.00 UHR 11.00-12.00 UHR
12.00-13.00 UHR 12.00-13.00 UHR
MITTAGSPAUSE MITTAGSPAUSE
14.00-15.00 UHR 14.00-15.00 UHR
15.00-16.00 UHR 15.00-16.00 UHR
PAUSE PAUSE
16.00-17.00 UHR 16.30-17.30 UHR 16.30-17.30 UHR
17.00-18.00 UHR 17.30-18.30 UHR
18.00 - 19.30
PARTY


Hauptgebäude der UdK
Hardenbergstraße 33
10623 Berlin, Raum 310
PROGRAMM [PROGRAMME]


FR, 16.00-17.00 UHR WERNERB SEWING: JENSEITS DER SCHRUMPFUNG
Das Schrumpfen der Städte ist zu einer Obsession der Berliner Stadtdiskurse geworden. Dabei geraten die demografischen, ökonomischen und politischen Dimensionen häufig durcheinander. Aber selbst die seit 15 Jahren stagnierende und bankrotte Hauptstadt wächst: nur eben jenseits der Stadtgrenze im Brandenburger Umland, immerhin bisher um ca. 150.000 Einwohner. Stadtregionen, von Hamburg über Köln bis München sind nach wie vor die dynamischen Zentren der Gesellschaft. Allerdings verändert sich durch den Blick auf die Region das Bild von Stadt, der Prenzlauer Berg ist dann nur noch ein Lifestylebezirk neben vielen anderen. Wir brauchen einen anderen, einen weiteren Begriff von Urbanität, der die Region als soziale und politische Einheit erfasst. Shrinking cities have become something of an obsession in Berlin’s discussions, mixing up demographic, economical and political dimensions. The capital itself however, stagnating and bankrupt for nearly 15 years now, is in fact growing: except that growth (by 150,000) is taking place outside the city’s borders in the Brandenburg hinterland. Hamburg, Cologne and Munich remain the dynamic hubs of society. And yet our view of the city has changed by examining the region: Prenzlauer Berg is thus simply a “lifestyle district” beside many others. We need an other, a wider term for urbanity; one that grasps the region as a social and a political unit.

FR, 17.00-18.00 UHR HANS STIMMANN: RE-URBANISIERUNG DER INNENSTADT?
In Berlin wurde unter Joseph Paul Kleihues vor der Wende im Rahmen der IBA und unter meiner Anleitung als Senatsbaudirektor nach der Wende versucht und bis heute versucht, Stadt im traditionellen Sinne zu bauen. Wir wissen dabei um die Restriktionen im Zeitalter der Virtualisierung und Individualisierung. Wir wissen um die Sprengkraft der Automobilisierung und denken doch, dass es möglich ist, die Architektur der Häuser mit der der Stadt zu einem Akkord zusammen zu fügen. Sie nicht als eine Ansammlung von Objekten zu begreifen, nicht als Bildergalerie, sondern als Ensemble öffentlicher Straßen und Plätze, auf die die individuellen Architekturen raumbildend bezogen sind. Diese Arbeit an der Renaissance einer europäischen Metropole, zuletzt konkretisiert in dem von 1996 bis 1999 erarbeiteten „Planwerk für die Berliner Innenstadt“ liegt die These zu Grunde, dass es am Ende des 20. und am Beginn des 21. Jh. noch möglich ist, unter den geänderten Rahmenbedingungen des Wohnens, des Verkehrs, des Einkaufens, des Arbeitens usw. Stadt zu bauen. (...) In Berlin, before the wall came down, within the framework set by the IBA, and then, since '89 under my guidance as the governor of housing, the architect Joseph Paul Kleihues has to this day tried to rebuild the city in the traditional sense. We are aware of restrictions in these days of virtualisation and idividulaisation.  We are also aware of the explosive force of auto-mobilisation and yet still believe that it is possible to bring together the architecture of houses with that of the city itself; that is, not to regard them as a collection of individual objects, not a gallery of pictures, but an ensemble of  space-forming streets and squares, into which individual architects make their spatial mark.  Our work towards a renaissance of the European metropolis, defined last in the so-called Planwerk für die Berliner Innenstadt (plan for Berlin's city centre), set up from 1996 to 1999, is based on the assumption that at the end of the 20th century and at the beginning of the 21st it is still possible to build a city, albeit under differing conditions of living, of consuming and of working. (...)

NICHT-MEHR | NOCH-NICHT
Film von Daniel Kunle und Holger Lauinger [82min.]
NICHT-MEHR | NOCH-NICHT reflektiert den Möglichkeitsraum von Brachen. Eine neue Generation kultureller Interventionen auf Brachflächen werden vorgestellt: unkonventionelle Akteure, Projekte und Visionen, die sich mit der Reaktivierung von "Urbanität" auf verschiedenen terrains vagues beschäftigen. Dem Zuschauer werden Anregungen und Inspirationen für entstehende Freiräume geboten. Was kann die Botschaft der städtischen Brache an den Citoyen sein? NO-MORE | NOT-YET reflects the possibilities of urban waste land. A new generation of cultural interventions on derelict land are presented: unconventional players, projects and visions which deal with the re-activation of "urbanity" on miscellaneous terrains vagues. What could the waste land's message to the citizen be?

SA, 11.00-18.00 UHR WORKSHOP: CITY OVERLAY
mit Kai Dolata (URBIKON) und Gary Hurst (Videokünstler und Vee-Jay)
Die Idee des Workshops basiert auf der Tatsache, dass neben dem sichtbaren Netz von Infrastrukturen und räumlichen Zusammenhängen innerhalb der Städte ein zweites, mediales Netz für Versorgung und Überwachung des Lebensraums Stadt existiert (...) The Idea of the workshop is based on the fact that beside the visible network of infrastructures and spatial connections within the city, there is also a second, medial network sustaining and monitoring the habitat of the city

SA, 11.00-12.00 UHR PHILIPP OSWALT: UNMÖGLICHE NOTWENDIGKEITHANDLUNGSKONZEPTE FÜR SCHRUMPFENDE STÄDTE
Im Umgang mit schrumpfenden Städten geraten Städtebau und klassische Stadtplanung an ihre Grenzen. Hier greifen die Instrumente der vom Wachstumsdenken geprägten Disziplinen nicht mehr, oft stehen sie gar nicht mehr zur Verfügung. Angesichts dieser neuen Herausforderung werden neue Wege beschritten, neben die Hard Tools baulicher Interventionen treten die Soft Tools politischer, sozialer, kultureller und kommunikativer Interventionen. In dealing with shrinking cities, urban design and classical city planning reach their limits. Here the instruments of disciplines shaped by the idea of growth are no longer applicable; often they are no longer even available. In the face of this new challenge, new paths are taken; the hard tools of construction interventions are joined by the soft tools of political, social, cultural, and communicative interventions.

SA, 12.00-13.00 UHR SHRINK TO FIT IN MAGDEBURG
Behles & Jochimsen, Tobias Engelschall – Oda Pälmke, Jessen + Vollenweider, Kühn Malvezzi
Wir müssen umdenken: Stadtwachstum kann nicht länger die Voraussetzung für Stadtentwicklung sein. Vorbei die Zeit der Planwerke. Wachstumsinseln und Schrumpfungszonen müssen synchron entwickelt werden. Es gilt, neue Werkzeuge und Methoden zu finden: Zum Begreifen und Formen von Stadt. Die unterschiedlichen Zentren und Orte Magdeburgs verlangen nach einem identitätsstiftenden, gesamtstädtischen Profil. Shrink to Fit – Vier Architekturbüros zeigen Visionen der passenden Stadt. We have to change our way of thinking: urban growth can no longer be considered the prerequisite for city development. Gone are the days of land use planning. Islands of growth and shrinking zones need to be synchronised. New tools and methods must be found: to understand and to form the city. The diverse centres and sites in Magdeburg require an identity-shifting holistic profile. Shrink to fit — four architecture offices show their visions of the suitable city.


SA, 14.00-15.00 UHR RAUMLABOR: KOLORADO-NEUSTADTDIE REPROGRAMMIERTE STADT
Markus Bader, Jan Liesegang, Christof Mayer
welche Potenziale eröffnen urbane Schrumpfungsprozesse als Strategie für städtebauliche Erneuerung? What potentials for urban regeneration are released by the process of shrinking cities?

SA, 15.00-16.00 UHR WALTER PRIGGE: SUBURBANISIERUNG DER INNENSTADT
Unübersehbar setzt sich die Suburbanisierung urbaner Kulturen in schrumpfenden Städten durch. Die reduzierten Raumpraktiken des Posturbanismus bewegen sich im alltäglichen Dreieck zwischen Familien-Wohnung, Auto-Mobilität und Mall-Kultur – „American Beauty“ überall? Without doubt suburbanisation is taking place in all areas of urban culture within shrinking cities. The reduced spatial methods of post urbanism permeate daily in the triangle of family-home, auto-mobility and mall-culture — "American Beauty" throughout?


SA, 16.30-17.30 UHR STEFAN RETTICH: DIE STADT ALS SOZIALE PLASTIK
Mit dem demografischen und ökonomischen Wandel der Gesellschaft zeichnen sich grundlegende funktionale und bauliche Veränderungen in unseren Städten ab. Vielerorts wird die Auflösung und Fragmentierung des gebauten Raumes beklagt. Dagegen gewinnt die Auseinandersetzung mit dem sozialen Raum an Bedeutung, werden Bewohner und ihre Lebensgewohnheiten wieder als Essenz von Stadt und Urbanität begriffen. Damit einher geht der Diskurs um einen erweiterten Architektur- und Planungsbegriff, der zwischen künstlerischer Intervention und dem Entwurf von Prozessen, den Weg als Ziel beschreibt. In diesem Zusammenhang lohnt ein Rückblick auf Projekte der "Prozess-Kunst" und Ideen, wie die der "sozialen Plastik" sowie die Frage nach deren Anwendung auf die Planung. Functional and structural alterations within our cities are taking place due to demographical and economical changes in society. All over, the breaking up and fragmentation of the built environment is being lamented. In contrast, the conflict with public space is becoming more important as people and their customs are once again taken up as the essence of urbanity. Accompanying this is the discourse on an extended architecture and planning term, which, differentiating between artistic intervention and the design of processes, describes the means as an end. In this context a reevaluation of “process-art” projects and ideas is worthwhile, like those of the social sculptures and the question as to their practice in planning.

SA, 17.30-18.30 UHR PODIUMSDISKUSSION: IDENTITÄTSBILDENDE ARCHITEKTUR?

Die Vorträge des Symosiums beschäftigten sich mit der Notwendigkeit eines Wandels im Umgang und Denken mit Stadt. Allen Referenten ist die Ansicht gemein, dass die alten Instrumente des Städtebau und der Regionalplanung bei den heutigen Problemen der Stadt nicht mehr greifen. Dennoch zeigt sich, dass keineswegs Einigkeit bei der Entwicklung von neuen Strategien und Konzepten herrscht. Welche Ansätze können die Bemühungen um Identität und Lebensqualität in den Städten unterstützen. Mit welchen Mitteln kann den Suburbanisierungsprozessen entgegengewirkt werden. Werner Sewing moderiert die Diskussion. The lectures at the symposium deal with the need for change in the way we think about the city. All speakers are of the opinion that the old instruments of town and regional planning can no longer be successfully applied to today's problems. And yet there is no unity in the recently emerging strategies and concepts. Which approaches support the efforts for identity and quality of life in cities? Which means could be helpful in slowing down suburbanisation? Werner Sewing will moderate the discussion.


SO, 11.00-12.00 UHR KAI DOLATA & GARY HURST: CITY OVERLAY

Wie verändern sich überwachte Räume bzw. wie können sie sich verändern? Kai Dolata und Gary Hurst stellen die Intention und Aufgabestellung für den Workshop vor. Es werden Entwicklungen aber auch Wendungen während der Bearbeitung durch die Teilnehmer erörtert. Ist durch den Prozess der Bearbeitung ein neuer Focus entstanden? Wurden durch die Teilnehmer neue Layer in der Stadt erst sichtbar gemacht? Welche Veränderungen des öffentlichen Raumes durch Überwachung konnten aufgespürt werden? Welche Rolle spielt die Überwachung für das Leben des Bürgers? Die neu entstandenen Erkenntnisse und Ergebnisse werden dann im Vergleich zur Ausgangsposition vorgestellt und erörtert. How do monitored spaces change? Or how can they change? Kai Dolata and Gary Hurst present the workshop task. Developments as well as changes in direction will be debated during the process. Was there a shift in focus? Were new layers of the city made visible by the participants? How does public space change through surveillance? And what role does it play in people's lives? Resulting insights will be presented at the end.
links zum workshop:
http://www.berlin.de/.img/webcam/webcam24.mpg

http://www.adlershof.de/index.php?webcam

http://www.met.fu-berlin.de/de/wetter/webcam/

http://www.berlin.de/webcams/mitte/.html/index.html

http://www.berlin.de/webcams/bahnhof-klein/.html/index.html

http://www.berlin.de/webcams/breitscheid-klein/.html/index.html

http://130.166.124.2/


SO, 12.00-13.00 UHR invOFFICE: HYBRID SPACE: SOFT URBANISM
Es hilft, einen ganzheitlichen Blick zu entwickeln, der den gesamten Raum der Stadtlandschaft berücksichtigt, der nicht nur die bebauten, sondern auch die unbebauten Flächen, nicht nur die physisch-architektonischen, sondern auch die digital-medialen Räume in die Transformationsprozesse des Städtischen einbezieht. (...) It would be helpful to develop a holistic perspective that takes into account the whole space of the urban landscape that includes not only the built but also the un-built areas, not only the physical and architectural but also the digital and media spaces in the urban transformation processes. (...)

SO, 14.00-15.00 UHR BRANDSCAPES: STADTUMBAU UND KOMMUNIKATION
Heike Nehl und Sibylle Schlaich
Leit- und Zeichensysteme sind präsenter Bestandteil von Räumen und haben Einfluss darauf, wie ein Ort wahrgenommen wird. Über die Funktion des Wegweisen hinaus reflektieren sie seine Bedeutung – sie schaffen ein Bewusstsein für seinen individuellen Charakter, sie sind identitätsstiftend. Unser Ziel ist es, die besonderen Anforderungen des jeweiligen Ortes herauszuarbeiten, um sie in ein logisches, effektives und visuell attraktives Orientierungsystem umzusetzen.

Im Märkischen Viertel, für das Moniteurs 2004 im Auftrag der Gesobau ein Wegeleitsystem entwickelte, war die Zielsetzung, die Orientierung zu verbessern, die Identifikation der Bewohner mit dem Viertel zu stärken und das Image des Viertels aufzuwerten. Guidance systems and signposts are an integral part of places and have an impact on how they are experienced. In a sense they even bring about a consciousness to the place, forming an individual character and identity, far beyond the functions of signs. Our goal is to work out the distinct demands of a particular place and then transform them into a logical, effective and visually attractive system of orientation.

In 2004, for an assignment by Gesobau, Moniteurs developed a system of signs in Berlin's Märkisches Viertel, with the aim of improving orientation, strengthening residents' sense of identification with the neighbourhood and upgrading its image.

SO, 15.00-16.00 UHR ULRIKE POEVERLEIN: EUROPAN
Seit 1988 bietet der EUROPAN-Wettbewerb Städten und Architekten in Europa ein Forum, um Vorstellungen moderner Urbanität zu entwickeln. Bestehende Leitbilder treffen dabei auf innovative Ansätze, die mit neuen urbanen Lebensformen, Wohnungsbau, Architektur und Städtebau experimentieren. Im Rahmen von OPERATION STADT wird der Beitrag von EUROPAN zum laufenden Urbanitätsdiskurs beleuchtet und im Hinblick auf den diesjährigen Wettbewerb die Rolle von Leitbildern wie der «Europäischen Stadt» diskutiert.

SO, 16.30-17.30 UHR WERNER SEWING: RESÜMEE, FRAGEN
Werner Sewing reflektiert das Gesagte. Mit dem Abschlußvortrag von Werner Sewing schließt sich der Kreis des Symposiums. Es wird ein Gesamtbild des Gesagten, der vorgestellten Strategien und Konzepte gezeichnet. Dabei wird Werner Sewing kritisch auf die vorangegangenen Aussagen reagieren.Werner Sewing will go over what has been said during the two days. With his final speech, the circle of the symposium will come to a close, outlining an overall picture of the presented strategies and concepts.