Montag, August 22, 2005
  Keine Lobby für die Nachkriegsmoderne in Berlin ?
Die Ausstellung «ICC Weiterdenken» in der BDA-Galerie wurde nun eröffnet. Aber was sollte das eigendlich für ein Statement sein ? Da haben es doch tatsächlich 14 Architekten geschafft sich einen Beitrag abzuringen. Was für ein unglaubliches Interesse doch an der Nachkriegsmoderne in dieser Stadt vorhanden ist, wurde dann wohl eindrücklich gezeigt. Hinzu kommt, das von den 14 Beiträgen über die Hälft das ICC in den Weltraum schießen oder in die Wüste schicken. Also wurde mal wieder bestätigt, das die Gemeinde der Berliner Architekten nur an der Errichtung neu klassizistischer Steinhäuser interessiert ist. Vielleicht liegt der Beitrag, der die Errichtung des Stadtschlosses an der Stelle des ICC vorschlägt ja genau auf der Richtigen Welle.



Dienstag, August 16, 2005
  BDA setzt sich für Erhalt des ICC ein


Nach der Sommerpause soll der Senat von Berlin über den Abriss des ICCs entscheiden. Auf Grund der hohen Unterhaltskosten steht die weitere Existenz des Kongresszentrums auf der Kippe. Der BDA-Berlin hat sich dazu entschieden sich für den Erhalt des Gebäudes einzusetzen. Vom 20. August bis zum 10. September wird es in der Galerie des BDA in der Mommsenstraße eine Ausstellung mit Ideen und Vorschlägen zum Thema »Das ICC weiterdenken« geben. Auch wenn man sich eine ähnliches Interesse am Palast der Republik gewünscht hätte, ist es doch schön zu sehen, dass die Baukunst in der deutschen Hauptstadt noch eine Stimme hat.



Montag, August 08, 2005
  Masterplan für das Kulturforum nun beim Abgeordnetenhaus

Der am 16.März 2004 beschlossene Masterplan zur Weiterentwicklung des Kulturforms wurde dem Abgeordnetenhaus vorgelegt. Nach Aussage von Berlins Senatorin Junge-Reyer wurde ein Konzept in Anlehnung an die Scharounschen Ideen entwickelt, welches die Spannung zwischen Nationalgalerie und Philharmonie neu beleben soll. Das Konzept wurde von fünf Büros in einem Workshop erarbeitet. Matthias Sauerbruch hat den Übergang zum Potsdamer Platz, Klaus Theo Brenner den Museumsplatz, Manfred Ortner den Matthäikirchplatz Martin Gruber und Helmut Klein-Kraneburg das Areal südlich der Staatsbibliothek und Nicolai Levin den öffentlichen Raum bearbeitet. Weiterhin wird anscheinend großer Wert daruf gelegt, dass der Masterplan die Voraussetzungen für ein Engagement privater Investoren schafft, da die öffentliche Hand selber nicht bauen wird. Also bleibt noch zu hoffen, dass hier nicht weitere sinnentleerte Büro- und Wohnhüllen wie im benachbarten Beisheimcenter entstehen werden. Für die zu planenden Gebäude wird ein Architekturwettbewerb vorgeschlagen. Das läßt hoffen.
http://www.berlin.de/landespressestelle/archiv/2005/04/26/25888/index.html



Sonntag, August 07, 2005
  Beautiful Neustadt
Das Bauhaus Dessau und die IBA Stadtumbau 2010 veranstallten gemeinsam unter dem Titel «beautiful neustadt» acht Workshops im Rahmen der Internationalen Sommerschule Halle. Die Kurse finden im Zeitraum vom 9. September bis 2. Oktober statt. Anmeldungen sind noch bis zum 15. August möglich. Die Teilnahme kostet zwischen 58 EUR und 130 EUR. Der Clou, die Teilnehmer können kostenfrei in leer stehenden Plattenbauten untergebracht werden.
www.is-halle.de



Samstag, August 06, 2005
  Bundesstiftung Baukultur liegt bis auf Weiteres auf Eis
Am 17.Juni 2005 wurde der Gesetzentwurf im Bundesrat gestoppt. Trotz eines positiven Votums durch das Bundeskabinett wurde der vom Bundesrat im Mai 2005 verabschiedete Gesetzesentwurf nun durch den Bundesrat gestoppt. Die deutschen Provinz-Politiker sehen in der Gründung einer Bundesstiftung Baukultur eine Beschneidung ihrer Eigenverwaltung. Ist doch Kultur Ländersache und nachdem man nun seid Jahren absolute Kompetenzlosigkeit und Unfähigkeit im Erhalt der Beaukultur bewiesen hat, muss man nun unbedingt diese Form der Komunalpolitik weiterführen.



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